Aquamarin – der Zweite und Letzte

Aquamarin ist keine Farbe, wie ich zuerst annahm, sondern ein Edelstein.

„Der Name Aquamarin ist aus dem Lateinischen aqua marina „Meerwasser“ abgeleitet und nimmt damit Bezug auf die zartblaue bis blaugrüne bzw. „seegrüne“ Farbe des Minerals.“ (Wikipedia)

Eine Software, die einen solchen Namen trägt, sollte schon etwas Besonderes sein. Leider verhielt sich der Entwickler (?) und Vertreiber im Falle meiner Lizenz nicht besonders erlesen. Was ist passiert?

Wenn man eine Reihe von Daten erfaßt, also Buchungen ausführt, erscheint irgendwann ein Formular, auf dem man aufgefordert wird, doch bitte einen Betrag von € 6,49 zum Erwerb einer Voll-Lizenz zu bezahlen. Sei man jedoch Blogger oder Journalist und schreibe einen Artikel über das Programm, so erhalte man die Lizenz kostenlos. Man möge nur den Link zum Artikel an eine bestimmte E-Mail-Adresse schicken. (Daß ein Artikel in einem Printmedium nicht unbedingt auch im Internet zu finden sein muß – seis drum, Schwamm drüber.)
Nachdem ich das Programm ausgiebig getestet hatte, machte ich mir Gedanken. Und dann schrieb ich den Artikel, der zwar kritisch, aber durchaus sachlich und wohlwollend ausfiel, und veröffentlichte ihn, siehe unten. Den Link schickte ich als normale E-Mail an die bewußte Adresse.
Die Zeit verstrich, aber ich bekam keine Antwort. Ich wollte schon eine Erinnerung schreiben, schaute aber dann sicherheitshalber noch mal auf die Homepage des Entwicklers. Dort fand ich dann den Hinweis, daß er nur über das eigene Kontaktformular mit der Welt verkehrt. [Stirnrunzeln Nummer eins.] Also schickte ich den Link über das Kontaktformular noch einmal an den Entwickler. Nach einigen Tagen bekam ich Antwort. Ich hätte eine Nachricht im Support-Center, und ich möge in meinem Artikel doch bitte eine Verlinkung zur Seite des Enwicklers vornehmen, dazu gabs einen Link. [Stirnrunzeln Nummer zwei.] Dort wurde mir als „Coupon-Code“ ein weiterer Link zu einer Seite angeboten. [Stirnrunzeln Nummer drei.] Na gut, dachte ich, der Entwickler ist sicher ein vielbeschäftigter Mensch, da muß man sowas machen.Ich gab den Link in meinen Browser ein und wurde auf eine weitere Seite geleitet. Dort erfuhr ich:
„Dieser Coupon ist einmal gültig für ‚bernd.mai@lipsiator.de‘.
Sie erhalten 90 Prozent Rabatt für Ihren Beitrag auf ‚http://www.lipsiator.de/'“ (O-Ton)
Ich möge doch bitte einmalig € 0,64 bezahlen. Mal abgesehen davon, daß 6,49 – 90% bei mir 0,65 macht, war ich platt. Das ist zwar wenig Geld, aber nicht kostenlos! Ich grüble noch heute, womit ich den Entwickler verärgert haben könnte. Vielleicht war’s die Sache mit der Basis und dem Überbau?
Mir wurden mehrere Zahlungsmöglichkeiten angeboten, unter anderem auch per Lastschrift, die über einen „Zahl-Provider“ (MicroPayment) abgewickelt werden sollte. Mein Versuch, die Lastschrift einzureichen scheiterte aber, der Betrag sei nicht zulässig. Meine Information an den Provider mit dem Hinweis, der Betrag sei wohl zu gering, wurde auch umgehend bestätigt. Das wußte der Entwickler nicht! Nun hatte ich es satt, ich wollte nicht schon wieder die Stirn runzeln. Also schickte ich dem Entwickler eine kurze Mitteilung, daß ich auf die Lizenz verzichte, und daß eine Verlinkung in meinem Artikel für € 0,64 zu haben sei.

Ich deinstallierte das Programm und schaute mir noch einmal das Konkurrenzprodukt „MoneyManagerEX“ genau an. Und siehe, es war auch gut …

Falls ich noch einmal an einer EVS teilnehmen sollte, benutze ich dieses Programm.

Schöne Grüße
Euer Lipsiator

 

This entry was posted in Allgemein and tagged , , , , , , , , , , , , , , , , , , . Bookmark the permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.