November am Grünen Bogen

Am Westrand „meines“ Wohngebietes Leipzig-Paunsdorf befand sich früher eine große Kaserne der sowjetischen Streitkräfte. Hier trainierten nicht nur die Soldaten den Ernstfall, sondern sie bauten auch Kapusta und Kartoffeln an und mästeten Schweine. Die Reste der alten Schützenmulden sind kaum noch als solche zu erkennen. Ich weiß nicht, ob sie nicht noch älter sind, denn die Kaserne wurde bereits in den 30er Jahren gebaut. Als die Truppen abgezogen waren, blieb eine riesige Brachfläche.

Die Stadt beschloß, einen großen Teil der Brachfläche zu einem Teil des Naherholungsgebietes „Grüner Bogen“ zu machen. Auf dem anderen Teil baute ein großer Internethändler einen gewaltigen  Logistikstützpunkt, der letztens wegen der Arbeitsbedingungen der Angestellten ins öffentliche Gerede kam.

Ein Teil der Fläche wurde weitläufig eingezäunt. Dort leben Pferde und Rinder wie ihre wilden Vorfahren, ohne daß der Mensch sie versorgt. Die Rinder sind im Moment Wasserbüffel. Wenn der Spaziergänger Glück hat, kommen sie aus dem Dickicht, und er kann sie beobachten.
 


An einem ruhigen Novembersonntag, der wunderbare Herbst dieses Jahres gab noch einmal alles, spazierten Oma und Lipsiator zum Grünen Bogen.
Und Lipsiator hatte die Kamera dabei …

(c) Bernd Mai 2012

 

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