Mimi darf bleiben!

Oma ist umgezogen. Ich war vier Wochen im Dauerstreß. Die neue Wohnung liegt zwar „nur“ jenseits des benachbarten Wäscheplatzes, aber sie wollte es ihren Söhnen und ein paar Helfern überlassen. Nachdem ich zwei Wochen lang vorgearbeitet hatte, um mit einem Bollerwagen Bücher und amdere „Kleinigkeiten“ hinüber in die neue Wohnung zu schaffen, war der eigentliche Umzug in nur wenigen Stunden vonstatten gegangen.
Von da an lebten wir im Chaos …
Ich war aber an meine körperlichen und seelischen Grenzen gekommen. Manchmal liegen die Nerven noch immer blank. Noch einmal möchte ich das nicht mitmachen.
Die gute Nachricht: Mimi durfte mitkommen. Sie hat sich einen festen Platz in Omas Herzen und in ihrer Wohnung erworben.
So wie auf dem Foto liegt sie jetzt auf der Fensterbank. Aber sie beobachtet genau, was ich mache. Sie liebt es, zu dösen, während ich am Computer arbeite oder mich vergnüge. Manchmal sitzt sie direkt neben der Tastatur und hilft mir beim Tippen.
Fast genauso wie einst meinKater Lumpi. Das weckt Erinnerungen an ein anderes Leben. Aber Lumpi ist inzwischen im Katzenhimmel. Und das andere Leben ist schon lange Geschichte. Und ich sitze hier am Computer und siele mich im Selbstmitleid. Wir müssen alle irgendwann gehen. Aber wenigstens habe ich neulich noch eine Sterbegeldversicherung abgeschlossen. Im Gegenzug bekam ich einen Dispokredit. So ist das Leben, oder Sellerie, wie der Franzose sagt.

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