Anton kocht – Heute: Sibirische Pelmeni mit der Pelmeniza

Anton ist ein Liebhaber Sibirischer Pelmeni, einer russichen Art gefüllter Teigtaschen, so ähnlich wie die schwäbischen Maultaschen. Einmal kochte Anton anläßlich seiner Geburtstagsfeier dieses Gericht, und alle waren ganz aus dem Häuschen. Antons Technologie aber stammte aus der Mitte des 20. Jahrhunderts. Jede Teigtasche war einzeln von Hand gemacht, und bei 10 Gästen war das eine Menge Arbeit. Außer den Pelmeni gab es noch andere Speisen, und Anton hatte ein paar Tage zu tun.

Zum diesjährigen Geburtstag nun schenkten Antons Kinder ihm ein Küchengerät, mit dem man diese Teigtaschen effizienter und ökonomischer herstellen kann. Es kommt aus Rußland, der Heimat der Pelmeni, und man nennt es Pelmeniza. Sicher hatten sie dabei Hintergedanken …

Die russische Originalverpackung der Pelmeniza. ("Pelmeniza professionell, für 37 Pelmeni")

Als wieder einmal Bettina ihr Kommen angesagt hatte, beschloß Anton, das Gerät auszuprobieren.

Und hier der direkte Link zur Kochshow „Pelmeni mit der Pelmeniza“!

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November am Grünen Bogen

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Am Westrand „meines“ Wohngebietes Leipzig-Paunsdorf befand sich früher eine große Kaserne der sowjetischen Streitkräfte. Hier trainierten nicht nur die Soldaten den Ernstfall, sondern sie bauten auch Kapusta und Kartoffeln an und mästeten Schweine. Die Reste der alten Schützenmulden sind kaum … Continue reading

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Auflösung

Die Auflösung des Bilderrätsels

Lipsiator und Anton essen gern sibirische Pelmeni. Das sind russische Teigtaschen, die mit verschiedenen Füllungen versehen werden können. Es kommen Pilze, Quark, alle möglichen Gemüse und Hackfleisch in Frage. Soviel ich weiß, gibt es für kleine Leckermäuler auch süße Varianten. Zur Herstellung benutzte ich bisher die folgenden Werkzeuge:

Werkzeuge zur Herstellung von Teigtaschen; USB-Stick und Streichholz dienen dem Größenvergleich.

Am liebsten benutzte ich das mittlere Werkzeug. Die fertigen Pelmeni sahen so aus:

Die fertigen Teigtaschen sind ziemlich groß.

Das hat zwar keinen Einfluß auf den Geschmack, aber man muß sie in zwei Hälften teilen, wenn man sie essen will. Jedes Teil ist einzeln handgemacht, und es ist zu verstehen, daß ich das kleinste Werkzeug nur mal versuchsweise benutzte.

Und das ist der gesuchten Gegenstand in der Totalen, zum Größenvergleich der tiefe Teller:

Eine Pelmeniza - ein Gerät aus Rußland zur Herstellung von Pelmeni.

Das Gerät ist aus Gußaluminium und hat an der Unterseite drei Beinchen für den sicheren Stand:

Und so sehen die fertigen Teigtaschen aus, mundgerecht und akkurat:

Die mit der Pelmeniza hergestellten Teigtaschen, angerichtet in Fleischbrühe.

Wie man die Pelmeniza benutzt, erfahrt Ihr demnächst in der Rubrik „Kochen mit Anton“. Es ist zwar immer noch viel Arbeit, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Und schneller geht es auch …

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Bilderrätsel

Was ist das?


Ein Tip: Der Gegenstand ist aus Aluminiumguß.
Noch ein Tip: Er hat etwa die Größe eines … nein, das verrate ich nicht!
Na gut, einen hammer noch: Ich habe ihn zum Geburtstag von meinen Kindern geschenkt bekommen und mich sehr darüber gefreut.

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Die „ehemalige“ DDR

Wenn jemand etwas zu erzählen hat, in dem die Deutsche Demokratische Republik eine Rolle spielt, dann sagt er entweder „es war einmal zu DDR-Zeiten“ oder „es war einmal in der ehemaligen DDR“.
Die erste Formulierung bringt mich zum Lächeln. Der Deutsche teilt die politischen Perioden seines Vaterlandes hübsch säuberlich zeitlich ein und benennt sie. Nach der „Kaiserzeit“, der „Weimarer Zeit“ und der „Nazizeit“ haben wir nun auch die „DDR-Zeit“. Für die Zeit der Weimarer Republik kenne ich von meinem Vater auch die Bezeichnung „Systemzeit“, aber die haben die Nazis erfunden. Heute ist es ein Begriff aus der Informations-Technologie, aber seinerzeit wollten die Nazis damit ihre Abscheu vor dem „verrotteten parlamentarischen System“ der Republik zum Ausdruck bringen.

 Wenn ich die zweite Formulierung irgendwo lese oder höre, vergeht mir das Lächeln. Ich habe das Empfinden, sie wird von Menschen gebraucht, die meinen, sich politisch korrekt ausdrücken zu müssen. Für mich klingt es, als wären sie froh, daß man jetzt die Anführungsstriche wieder mitsprechen darf, ohne daß ein beliebiger Ossi die Augenbrauen hochzieht.

Als meine Mutter 1972 Rentnerin geworden war, nahm sie jedes Jahr die Möglichkeit in Anspruch, ihre Schwester und die anderen Verwandten und Bekannten im Braunschweigischen zu besuchen. Ich erinnere mich, daß sie oft erzählt hat, wie sie es dem einen oder anderen gegeben hätte, wenn er in ihrer Gegenwart unbedacht das Wort „Ostzone“ benutzt hatte. Sie war eine einfache Frau und hatte mit Politik nichts am Hut. Sie war aber auch eine stolze Frau mit einer Lebensleistung, und sie wollte nicht als Bewohnerin irgendeiner „Zone“ gelten. Das „Begrüßungsgeld“ hat sie trotzdem gern genommen, aber das ist eine andere Geschichte.

Ich halte die Formulierung „ehemalige DDR“ für eine Tautologie und somit für doppelt gemoppelt. Oder hat es sich noch nicht bis Flensburg, Saarlouis, Sonthofen und Konstanz herumgesprochen, daß es die DDR seit 1990 nicht mehr gibt? Und daß man es nicht extra dazusagen muß? Kein Mensch fügt das Wort „ehemaliges“ der Bezeichnung „Deutsch-Südwestafrika“ hinzu. In diesem Fall hat es sich wohl doch schon herumgesprochen, daß dieses Land „ehemalig“ ist und jetzt Namibia heißt. Falls es tatsächlich ein entsprechendes Informationsdefizit gibt, wäre das ein Fall für Urban Priol und die Satireshow „Neues aus der Anstalt“. Münz- und Briefmarkensammler wissen wovon ich rede. Die DDR ist ein „abgeschlossenes Sammelgebiet“, und das ist immer „ehemalig“.

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Neue Fotoserie: Herbst im Paunsdorfer Wäldchen

Ich wohne in einer Plattenbausiedlung. Das klingt schlimmer, als es ist. Es gibt viel Grün, eine Unzahl von Hecken, Büschen und Bäumen bietet einer reichen Vogelwelt und vielen Kleinsäugern Unterschlupf und Futter. 

Dieser 'Fuhchelbeerbaam' wächst direkt vor meiner Haustür.

Einige Vogelarten haben es sich angewöhnt, in den Spalten zwischen den Betonplatten zu nisten.
Die Siedlung liegt am östlichen Rand von Leipzig, und geht man ein paarhundert Meter nach Osten, ist man in der freien Natur.
Wenn das Wetter schön ist, und ’schön‘ ist ein weiter Begriff, geht Oma gern mit mir vor der Stadt spazieren. Auch in diesem Oktober, der so viele Sonnentage hatte, nutzen wir das Wetter, um einen Fotostreifzug zu machen.

Und hier gehts direkt zur Fotoserie ‚Herbst im Wäldchen‘!

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Neue Fotoserie: Bamberg

Schäufele und Schlenkerla

Das sind keine Ferkeleien, sondern fränkische Spezialitäten. Das Schäufele (auch Schäufela) ist ein traditionelles fränkisches Gericht aus der flachen Schulter des Schweins. Es wird gerne mit Klößen und Sauerkraut gereicht. Das Schlenkerla ist eine historische Brauereigaststätte in der oberfränkischen Stadt Bamberg. Sie ist für ihr Aecht Schlenkerla Rauchbier bekannt. Der Geschmack des tiefdunklen Bieres erinnert tatsächlich ein wenig an den von geräuchertem Schinken. Nicht erst, nachdem Alexander Herrmann das Gericht in einer Fernseh-Kochshow vorgestellt hatte, war es Lipsiators Wunsch, die fränkische Küche zu probieren. Und außerdem wollt er wissen, ob die Fränkische Bratwurst der Thüringer Roster das Wasser reichen kann. Und schon ‚mal vorab: Sie kann. Also wollte Lipsiator ins Land der Franken fahren, und Oma mußte mit.

Das Wappen von Bamberg

Aber Bamberg hat mehr zu bieten als fränkische Küche und fränkisches Bier.
So beherbergt der Bamberger Dom die wohl bedeutendste Skulptur des deutschen Mittelalters: Den Bamberger Reiter. (Neben der mitteldeutschen Uta von Naumburg natürlich. Wie wir wissen, ist Lipsiator Lokalpatriot.)

Bamberg; Blick von der Konzerthalle zum Domberg.

Müde vom Besichtigen und hungrig vom Wandern kehrten Oma und Lipsiator zurück in die Altstadt. Sie fanden auf Anhieb eine Gaststätte mit akzeptabler Speisekarte. Oma bestellte Schäufele und Lipsiator einen Bratwurstteller, und es gab nichts zu meckern. Oma probierte das Schlenkerla-Bier und Lipsiator Helles, eine Biersorte, die in Mittel- und Nortddeutschland auf seltsame Weise aus dem Angebot verschwunden ist.

Lipsiator wartet auf das Mittagessen – Bratwurstteller. Oma hat Schäufele bestellt.

                              Und hier gehts direkt zur Fotoserie „Bamberg“!

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Ohne Fleiß kein Preis

Zu meiner Kinderzeit war unter meine Freunden und Schulkameraden ein Spiel im Schwange, das entfernt dem Rubik-Würfel glich. Es bestand aus einem Plastikrahmen, in dem man kleine Plastikquadrate hin und her schieben konnte. Auf einer Seite waren auf den Plastikquadraten Buchstaben aufgebracht, und die Aufgabe bestand darin, den Spruch „Ohne Fleiß kein Preis“ zusammenzuschieben. Manche meiner Schulkameraden vertrieben sich die Zeit während langweiliger Schulstunden unter der Bank mit diesem Spiel. Es hieß „Schiebefax“ und man konnte es für wenig Geld in allen Spiel- und Schreibwarengeschäften kaufen.

Quelle: www.puppenhausmuseum.de

Ich hatte für dieses Fleiß-und-Preis-Spiel keinen Sinn. War mir im Unterricht langweilig, und das kam oft vor, dachte ich mir Geschichten aus. Ich nahm Erlesenes, Gesehenes und Gehörtes, kombinierte es auf neue Weise und versah es mit zeitgenössischem Zubehör. Dem Andreas Hofer zum Beispiel kamen Robin Hood, der Stülpner-Karl und Klaus Störtebeker zu Hilfe, aber auch die konnten sein Scheitern nicht verhindern. Während der großen Pausen, die wir brav im Kreis spazierend und unsere Butterbrote kauend auf der abgesperrten Straße vor unserer Schule verbrachten, erzählte ich meinen Freunden die in der Stunde zuvor ausgedachten Geschichten. Nach und nach gesellten sich ein paar andere dazu, und mit der Zeit erwarb ich mir den Ruf des großen Geschichtenerzählers. Das war der Erfolg des „Raunenden Imperfekts“, und er zog sogar die Aufmerksamkeit der Mädchen auf mich. Aber leider hatte die jeweils gerade Angebetete keinen Sinn für Literatur …

Ich sah es als größtes Lob, wenn meine Freunde darauf erpicht waren, in der nächsten großen Pause zu erfahren, wie die Geschichte weiterging. Ob der Junge Peer den skrupellosen Schnapsschmugglern doch noch entkommt und die Grenzer benachrichtigen kann. Oder wie es dem Stülpner-Karl gelingt, den Förster – diesen schleimigen Adels-Knecht – in die Schranken zu weisen und letztlich der armen Bergmannswitwe zu ihrem Recht zu verhelfen. Oder wie Robin Hood den Sheriff mit Hilfe eines von Pan Ziolkowski soeben erfundenen chinesischen Raketenwerfers doch noch besiegt.

Nur die Andreas-Hofer-Story war ein Flop. Meine Freunde bevorzugten das klassische Happyend, und ich wollte keine Geschichtsklitterung betreiben. Waren die Pause und meine Geschichte zu Ende, gingen sie weise nickend, ihre Brotbüchsen zusammensteckend und hochzufrieden wieder zurück ins Klassenzimmer. Sie mußten sich keine Sorgen machen, die Guten hatten gewonnen, und morgen würde ich eine neue Geschichte erfinden. Den Fleiß und die Energie aber, die er dafür aufzuwenden hatte, spielte für sie keine Rolle.

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Kleine Landeskunde – Heute: Petersberg

Oma verbrachte die meiste Zeit ihres Lebens in einem Örtchen namens Drehlitz in Sachsen-Anhalt. Drehlitz liegt am Fuße des Petersberges und ist seit Langem ein Ortsteil des gleichnamigen Ortes, der am Südhang des Hügels liegt.
Das ist das Wappen der Ortschaft Petersberg, die inzwischen Bestandteil der gleichnamigen Einheitsgemeinde ist. Es zeigt die Stiftskirche St. Peter, nach der der Hügel und der Ort benannt sind, auf der Kuppe eines Berges.

So zeigt sich der Petersberg von der Ortschaft Krosigk, also von Norden, aus.

Und hier gehts direkt zum Artikel „Petersberg“ aus der Rubrik „Kleine Landeskunde“!

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Kleine Landeskunde – Heute: Leipzig

„Mein Leipzig lob‘ ich mir! …

… Es ist ein Klein-Paris und bildet seine Leute.“ Das jedenfalls behauptet Goethe im „Faust I“. Er läßt es einen Studenten namens Frosch (!) sagen, der im „Auerbachs Keller“ mit Kommilitonen beim Saufen ist. Umso unverständlicher ist es, daß dieses Zitat von den meisten Menschen ernst genommen wird. Besonders wenn man bedenkt, wie Goethe als junger Student die Stadt erlebt hat, und wir er sie als reifer Mann in Erinnerung gehabt haben muß. Goethe gilt heute als hehrer Klassiker, aber aus seiner Jugendzeit sind uns satirische Schriften überkommen. Ich ordne das Zitat lieber in diesen Bereich ein …

„Klein Paris“ hat eine Flagge, und die sieht so aus:

Sie ist blau-gelb und trägt in der Mitte das Wappen der Stadt. Und hier haben wir auch das Wappen:

Das Wappen von Leipzig


Es zeigt den Meißnischen (Wettinischen) Löwen und die Landsberger Pfähle. Der Löwe steht – anders als im Chemnitzer Wappen – im linken Feld, so kann er mit seinen Krallen nicht an den städtischen Pfählen kratzen. Manche sagen, diese Anordnung sei eine Trotzreaktion der Leipziger auf den Herrschaftsanspruch der Landesherren gewesen. Das Wappen ist seit dem 16. Jahrhundert so oder so ähnlich in Gebrauch.
Die Stadt liegt am nord-westlichen Ende von Sachsen, also recht weit entfernt von der Hauptstadt Dresden. Sie ist dem sachsen-anhaltischen Halle/Saale näher als zum Beispiel Chemnitz, dem ‚Sächsischen Manchester‘.

Die Lage Leipzigs im Freistaat Sachsen

Die kreisfreie Stadt hat etwa 532.000 Einwohner (2011) und ist somit die größte Stadt Sachsens. Das Kfz.-Kennzeichen ist ‚L‘, die Postleitzahlen sind 04103 … 04358 und die Telefonvorwahl 341. Das Umland (‚Leipziger Tieflandbucht‘) ist flach, Erhebungen über drei Meter Höhe sind künstlichen Ursprungs. Die in den letzten Jahren durch Flutung alter Braunkohlen-Tagebaue entstandene Seenplatte ist für die Landschaft untypisch, aber für die Region ein Gewinn.
Im Raum Leipzig gibt es keine größeren Flüsse. Elster, Pleiße, Luppe und Parthe sind wichtige Gewässer. Besonders die Elster machte früher wegen ihrer Überschwemmungen von sich Reden. Sie wurde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts weitgehend reguliert.

Und hier gehts direkt zum Artikel „Leipzig – Stadt am Rande des Wahnsinns“!

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